Methoden –
individuell kombiniert.
Als Schemata werden alle unbewussten Abläufe, wie Gefühle oder Verhalten, als Reaktion auf die Umwelt bezeichnet. Man kann sie auch als Pläne verstehen, mithilfe derer wir uns zurechtfinden und die unser Handeln und Denken maßgeblich prägen. Konzipiert wurde diese spezielle Coachingform von Dr. Mario Grabner. Sie stützt sich in Teilen auf die Schematherapie nach Jeffery Young, die 18 hindernde (maladaptive) Schemata unterscheidet, die das Resultat unbefriedigter Grundbedürfnisse sind.
Damit einher gehen limitierende Glaubenssätze, wie etwa „Ich muss perfekt sein, um wertvoll zu sein“ oder „Wenn ich mich behaupte, werde ich abgelehnt“. Sie sind die in Sprache gefassten Ausprägungen eines Schemas – gewissermaßen die Sätze, die im inneren Dialog wiederholt auftauchen. Glaubenssätze sind oft jener Teil des Schemas, der am leichtesten zugänglich und bewusst wird.
Systemisches Coaching bedient sich einer eigenen Sichtweise auf Menschen, Beziehungen und Veränderung und richtet den Fokus auf Wechselwirkungen und Kontexte. Man analysiert Beziehungen und den Kontext, anstatt Symptome und Einzelaspekte und richtet den Fokus auf Veränderungen in einem dynamischen System – immer mit dem Blick auf damit verbundene Veränderungen in ebendiesem System.
NLP ist ein kommunikations- und verhaltensorientierter Ansatz, der untersucht, wie Menschen ihre innere Welt strukturieren – also wie Denken (Neuro), Sprache (Linguistik) und Verhaltensmuster (Programme) zusammenwirken. Im Coaching wird NLP genutzt, um unbewusste Denk- und Reaktionsmuster bewusst zu machen und gezielt zu verändern.
NLP befasst sich damit, wie Menschen ihre Erfahrungen innerlich „codieren“, und wie diese Codierung verändert werden kann. Es geht nicht darum, was passiert ist, sondern wie es innerlich individuell abgespeichert wurde. Einer der Grundannahmen des NLP lautet. “Die Landkarte ist nicht das Gebiet (the map is not the territory)“, was bedeutet, dass jeder die Realität subjektiv erlebt und die Erfahrungen entsprechend seiner Brille einordnet, eben: codiert.
Nichts hat per se eine Bedeutung, außer jene, die wir einer Sache geben. Eine weitere Grundannahme ist, dass hinter jedem Verhalten eine positive Absicht steckt. Diese zu erkunden und andere Wege zur Erfüllung der positiven Absicht zu finden, ist auch Teil der Arbeit mit NLP.
Bei der Arbeit mit Hypnose verlagert sich die Aufmerksamkeit der Klienten von außen nach innen. Innere Bilder, Gefühle und Bedeutungen werden stärker, der innere Kritiker wird leiser. Dies führt dazu, dass wir mit dem Unterbewusstsein in Kontakt treten können und auf dieser Ebene arbeiten können. Alte Verknüpfungen können hinsichtlich ihrer Sinnhaftigkeit hinterfragt werden, neue Bedeutungen können verankert und emotionale Reaktionen verändert werden.
Ein zentraler Punkt ist, dass in Hypnose nichts passieren kann, was der Mensch nicht will. Im Gegenteil: Hypnose wirkt auf unbewusste Muster, emotionale Auslöser und innere, einschränkende Überzeugungen und Glaubenssätze. Speziell bei Personen ab 40 kann Hypnose besonders wirksam sein, weil diese bereits über eine höhere Selbstreflexionsfähigkeit und viel Lebenserfahrung verfügen und dadurch tendenziell weniger Widerstand gegen innere Prozesse aufweisen. Weiters haben sie schon oft schlechte Erfahrungen gemacht, die sich nicht wiederholen sollen. Der Wunsch nach sanfter, nicht kämpfender Veränderung ist demnach ausgeprägter.
In Kombination mit dem entsprechenden Coaching werden Ziele damit zeiteffizient erreichbar.
Mentaltraining ist das bewusste Üben innerer Zustände, um gewünschte Gedanken-, Gefühls- und Handlungsmuster zu stärken. Es arbeitet mit Aufmerksamkeit, inneren Bildern, Sprache (NLP, Selbstgespräche), Emotionen und Wiederholung.
Das Ziel des Mentaltrainings ist die innere Selbststeuerung. Das Gehirn unterscheidet nur sehr begrenzt zwischen realer Erfahrung und intensiv vorgestellter Erfahrung. Durch gezielte mentale Wiederholung werden neuronale Verknüpfungen gestärkt (Neuroplastizität), neue Reaktionsmuster trainiert und erlernt und eine emotionale Sicherheit aufgebaut. Was innerlich geübt wird, wird äußerlich leichter gelebt.
Zentrale Methoden im Mentaltraining sind
- Visualisierung (innere Bilder von Situationen, Zuständen oder Verhaltensweisen, wie etwa souveränes Auftreten, gewünschte Zielerreichung, etc.),
- die bewusste Arbeit mit innerem Dialog (Umformulieren von selbstabwertenden Gedanken),
- die Aufmerksamkeitslenkung (Fokus bewusst steuern – weg von Bewertung, hin zu Wahrnehmung) und
- emotionale Zustandsarbeit („State-Management“, also gezieltes Erzeugen von Ruhe, Sicherheit, Klarheit).
Mentaltraining verändert nicht, wer man ist. Es verändert, aus welchem inneren Zustand man entscheidet.
Teilearbeit ist eine Methode der Selbstwahrnehmung und Selbststeuerung, bei der man erkennt, dass wir verschiedene innere Anteile haben, die unterschiedliche Bedürfnisse, Überzeugungen oder Verhaltensmuster steuern. Manchmal haben diese Teile auf den ersten Blick unterschiedliche Ziele (zum Beispiel der disziplinierte Anteil versus den Genießer-Anteil), die jeweils ihre Berechtigung haben. Hier gilt es die positive Absicht beider Teile zu erarbeiten und auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen.
„It is never too late to have a happy childhood.“
– Milton Erickson
Die Arbeit mit dem inneren Kind ist eine spezielle Form der Teilearbeit, bei der man den frühkindlichen Anteil einer Person wahrnimmt: Das kleine Kind in uns, das Gefühle, Bedürfnisse und Erfahrungen aus der Vergangenheit trägt und oft für Selbstzweifel, Schuldgefühle oder etwa emotionale Essmuster verantwortlich ist. Das Ziel dieser speziellen Form ist, das innere Kind zu sehen, zu verstehen und fürsorglich zu begleiten, um alte Muster zu lösen.